Stress im Büro – 6 typische Fehler und wie du sie vermeiden kannst

Stress im Büro – 6 typische Fehler und wie du sie vermeiden kannst

Ich kann mich noch gut an meinen ersten Job in einem Büro erinnern. Nach dem Abitur hatte ich einen Job gefunden, bei dem ich im Büro arbeiten konnte und nebenher trotzdem noch genügen Zeit für mein Studium hatte. Und das Mitten in meiner schönen Heimatstadt München, wo ich in der Mittagspause einfach mal in der Fußgängerzone am Stachus bummeln gehen konnte! Toll! Nachdem ich mein Taschengeld während meiner Schulzeit als Aushilfe in diversen Klamotten-Läden aufgebessert hatte, war die Büroarbeit eine ganz neue Erfahrung für mich. Bald bekam ich auch schon einige Projekte übertragen, was meine Motivation steigerte, möglichst viele Dinge in kurzer Zeit abzuarbeiten. Und schnell war ich damit auch an dem Punkt angekommen, der mir vorher völlig unbekannt war: Stress im Büro! Zu viel Arbeit, zu wenig Zeit, Kolleginnen und Kollegen, die mir auf den Senkel gingen… und ich habe trotzdem so viel gelernt!

Denn heute, nach vielen Jahren der Büroarbeit habe ich meine Arbeits- und Denkweise komplett umstrukturiert. Dabei habe ich die typischen Fehler ausfindig gemacht, die mir meinen Stress im Büro verursacht haben. Und ich weiß, dass es vielen ähnlich geht, sie aber ihre Fehler nicht kennen.

Darum solltest du diese Fehler kennen: Dir diese bewusst zu machen, ist ein großer Schritt zu einem stressfreieren Büroalltag. Deshalb möchte ich dir im folgenden 6 typische Fehler aufzeigen, die auch deinen Stress im Büro verursachen können. Das erklärt, wie du diese Fehler vermeiden kannst. Um deinen Stress im Büro zu reduzieren ist es unvermeidlich, dich selbst auf „Fehlersuche“ zu begeben.

Fehler 1: Keine / ungenaue Ziele setzen

Ziele mit der SMART-Methode formulieren
Photo by engin akyurt on Unsplash

Warum solltest du Ziele benötigen um deinen Stress im Büro zu reduzieren? Es gibt viele unterschiedliche Gründe, warum du persönliche Ziele formulieren solltest. Ein Grund ist z.B., dass deine Ziele dich motivieren und auch in deinem Unterbewusstsein eine große Rolle spielen, wenn du sie dir regelmäßig vor Augen hältst. Alleine das positive Motivationsgefühl wird Stress reduzieren. Ziele helfen dir zudem dabei, Entscheidungen zu treffen. Das ist vor allem für die Priorisierung von Aufgaben wichtig, was wiederum Stress im Büro verringern kann (wenn es richtig angewendet wird).

In meinem ersten Bürojob hatte ich mir keine Ziele gesetzt. Ich konnte die Aufgaben nicht richtig priorisieren und meine Motivation ließ aufgrund des daraus resultierenden Arbeitspensums nach. Ein Teufelskreis!

Zur Reduzierung von Stress im Büro solltest du dir auf jeden Fall persönliche Ziele setzen. Diese Ziele müssen SMART formuliert sein, um sie effektiv ein- und umsetzen zu können. Verfolge meinen Blog weiterhin und trage dich für meinen Inner Circle (s.u.) ein um eine Anleitung für die Formulierung SMARTER Ziele zu erhalten.

 

Fehler 2: Nicht (richtig) priorisieren

In meinem ersten Bürojob gab es Situationen, in denen ich gerade mitten in einer Aufgabe feststeckte, als ich plötzlich eine weitere Aufgabe dazu bekam, von der ich dachte, sie sofort bearbeiten zu müssen. Dabei gingen mir die Ideen der ersten Aufgabe verloren und ich musste teilweise nochmal von vorne anfangen, mir alles zurecht zu legen.

Ich hätte mir viel Zeit und Stress im Büro erspart, wenn ich damals schon richtig priorisiert hätte. Es gibt dazu unterschiedliche Methoden. Ich verwende bis heute eine spezielle Methode, die mir immer dabei hilft, meine Aufgaben richtig zu planen. Wie diese funktioniert werde ich dir in einem meiner nächsten Artikel noch aufzeigen.

Fehler 3: Aufschieberitis

Weg aus der Aufschieberitis
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Aufschieberitis oder Prokrastination bedeutet, dass eine unangenehme, aber wichtige Aufgabe ignoriert oder immer wieder zeitlich verschoben wird zugunsten einer Aufgabe, die mehr Spaß macht oder einfacher ist. Dinge jedoch rechtzeitig zu bearbeiten ermöglich stressfreies Arbeiten ohne Zeitdruck. Das führt wiederum zu weniger Stress im Büro. Wie genau du Aufschieberitis überwinden kannst, erfährst du hier.

Fehler 4: Nicht „Nein“ sagen können

Lerne auch mal Nein zu sagen
Photo by Nadine Shaabana on Unsplash

Da war ich also nun, in diesem tollen ersten Bürojob und wollte allen Erwartungen gerecht werden. Natürlich nimmt man dann erstmal alles an, was man so bearbeiten könnte, auch wenn es vielleicht garnicht relevant für den eigenen Erfolg ist (s.o. Ziele setzen und priorisieren)! Da möchte man natürlich auch nett sein und nicht als inkompetent erscheinen, wenn man eine Aufgabe mal ablehnt.

Aber: inzwischen habe ich gelernt, dass es durchaus Aufgaben gibt, die nicht in deinen Verantwortungsbereich fallen oder die weder wichtig noch dringlich sind. Um Stress im Büro zu vermeiden solltest du unbedingt „Nein“ sagen lernen, um dich vor ungewolltem Arbeitspensum zu schützen!

Achtung: In einigen Fällen, ist es natürlich auch nicht möglich, eine Aufgabe abzulehnen. Und „Weil ich darauf keine Lust habe“ ist sicherlich auch kein Priorisierungsgrund ;-). Man sollte vorher auf jeden Fall abwägen, ob die möglichen Nachteile eines „Neins“ mehr wiegen, als „Augen zu und durch!“.

Fehler 5: Keine Pausen machen

Ich kann es nicht oft genug sagen, aber ausreichende Auszeiten während des Arbeitens sind das A und O um deine Produktivität zu erhöhen und dein Stresslevel zu senken. Lies dazu auch meinen Blogartikel.

Auch wenn wir manchmal der Meinung sind, dass wir genau jetzt keine Pause machen können, müssen wir uns klar machen, dass schon kurze Auszeiten unsere Arbeitsleistungen wieder hochfahren können. Kurze Pausen lassen unseren Stresslevel absinken und bringen uns zu neuen Ideen. Ein stetig hohes Stresslevel ohne Pausen kann auf Dauer krank machen!

Am besten ist natürlich eine angemessene (dir zustehende) Pause zu nehmen. Im Notfall kann es jedoch schon helfen, sich einfach mal kurz die Füße zu vertreten, einen Kaffee zu holen oder 5 Minuten die frische Luft am Fenster zu genießen.

Fehler 6: falscher Umgang mit stressigen Kollegen

Der Ideen-Klauer ist ein nerviger Kollege. Bleib wachsam!

Kennst du das auch: Kollegen, die dich einfach stressen? Sei es nun der ständige Besserwisser oder der faule Kollege, der jegliche Arbeit auf andere abschieben möchte. Egal, um welche Art von nervigen Kollegen es sich handelt: mach dir immer bewusst, dass jeder einen Grund hat, auf eine bestimmte Art und Weise zu handeln. Wir alle haben unterschiedlichste Erfahrungen gemacht, verschiedenste Erziehungen genossen und haben unterschiedliche Charaktere, die uns so geformt haben. Die einen sind z.B. nur am Lästern, um ihre eigenen Schwächen damit herunterzuspielen. Andere müssen alles besser wissen, um so mehr Anerkennung zu bekommen. Die richtige Kommunikation mit diesen Kollegen kann die Situation enorm verbessern.

Wie genau du mit einzelnen nervigen Kollegentypen umgehen kannst, erfährst du auch in diesem Blogartikel: 4 nervige Kollegen-Typen und wie du mit ihnen umgehen kannst.

Wenn du dir deinen Stress im Büro bewusst machst und deine Stressituationen reflektierst, wirst du sicherlich auch einige Verhaltensweisen ausfindig machen können, die dafür verantwortlich sind.

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